Mit Pflanzen den Schlaf verbessern

Wie wir wissen, ist Schlaf sehr essentiell und lebenswichtig. Schlaf ist bei allen Lebewesen nachweisbar. Selbst bei den kleinsten Bakterien wurde eine Aktivitäts- und Schlafphase bewiesen. Unser Körper, unser Geist und unsere Seele entspannen im Schlaf. Muskeln lockern sich, Ruhe kehrt ein.

Wie schon in meinem letzten Blog geschrieben, gibt es Möglichkeiten, schlaflosen Menschen wieder zu einem normalen Rhythmus zu verhelfen. Es gibt fantastische Mitteln aus der Natur, die helfen können, wieder erholsam zu schlafen. Einige möchte ich euch heute etwas näherbringen. Jedoch ist es so, dass pflanzliche Heilmittel nicht in einer akuten Phase wirken, sondern sich die Wirkung erst aufgebaut werden muss und eine mehrtätige oder kurmäßige Anwendung empfohlen wird.

Baldrian

In Studien wurde festgestellt, dass sich bei Menschen mit Schlafstörungen die Einnahme von Baldrian-Präparaten empfiehlt, weil sich die Schlafqualität dadurch gut verbessern kann. Zuständig für diese Wirkung sind die Wirkstoffe im Baldrian – der Naturstoff Valerensäure – welche die Stoffwechselaktivität der Nervenzellen positiv beeinflusst und die Erregbarkeit reduziert. Gut ist auch daran, dass Valerensäure nahezu ohne unerwünschte Nebenwirkungen auskommt. Baldrian-Präparate gibt es als Dragees, Tabletten, Tropfen, Tinkturen oder als Tee. Trotzdem sollte man nicht außer Acht lassen: Baldrian ist kein Schlafmittel! Es hilft und unterstützt den Körper in einen entspannten Zustand zu kommen, welcher wiederum positiv auf das Einschlafen wirkt.

HOPFEN

Bierliebhaber kennen ihn – den Hopfen! Hopfen sagt man eine beruhigende Wirkung nach. Aufgrund der vielen enthaltenen Bitterstoffe kann Hopfen anregend auf die Verdauung wirken. Außerdem wirkt er antioxidativ und entgiftend. Genau wie Baldrian hat Hopfen nahezu keine zu erwartenden Nebenwirkungen. Hopfen eignet sich am besten als Pulver für Teezubereitung oder als Trockenextrakt in Form von Tabletten. Günstig wirkt sich ein Präparat in Kombination mit Baldrian auf die Einschlafzeit aus.

Lavendel

Ihr kennt ihn sicher, den typischen Geruch des Lavendels! Ein klärender Duft nach Reinheit und Wohlbefinden. Bereits Hildegard von Bingen hat den Lavendel als Heilkraut bei Schlafstörungen eingesetzt und auch in der römischen Badekultur war er weit verbreitet und beliebt. Lavendel – vor allem eingesetzt als ätherisches Öl – hat entspannende Wirkung und kann auch Angstzustände lindern. Hervorragend auch die beruhigende Wirkung bei Säuglingen und Kleinkindern. Ein Duftsäckchen mit getrockneten Blüten passt in jedes Kinderzimmer. Außerdem kann Lavendel auch bei nervösen Darmbeschwerden und Reizmagen eingesetzt werden. Ein Teeaufguss mit Lavendelblüten kann hier gut helfen. Ebenso hat Lavendel eine positive Wirkung auf die Wundheilung: entzündungshemmend und schmerzlindern, antimikrobiell bei Pilzinfektion oder nach einem Insektenstich. Ein ziemlich toller Typ der Lavendel! ☺️

Johanniskraut

Johanniskraut ist ein bewährtes Hausmittel gegen Schlafstörungen. Wissenschaftlich ist bewiesen, dass es bei Nervosität, Angstzuständen, Ruhelosigkeit und depressiven Verstimmungen helfen kann. Dabei macht es aber nicht abhängig, wie etwa chemisch hergestellte Schlaftabletten, sondern unterstützt sanft und natürlich. Die Wirkung funktioniert über Rezeptoren der Neurotransmitter, welche im Gehirn die Melatonin-Produktion beeinflussen. Auch wird Johanniskraut bei depressiven Verstimmungen wissenschaftlich anerkannt: kreisen die Sorgen und Gedanken des Alltages und sind die Nerven überreizt, so klappt es auch mit dem Schlaf schlecht. Daher ist es unterstützend sinnvoll wieder einen Weg aus Verstimmung oder sogar Burnout aufgrund besserer Schlafqualität zu erreichen. Es gibt Johanniskraut in Kapseln, als Tee oder auch als Öl zum Auftragen auf die Haut – jedoch sollte hier die Sonne gemieden werden, denn die Haut kann dadurch anfälliger für Sonnenbrand sein.

Passionsblume

Die Passionsblume -Passiflora incarnate- ist eine wunderschöne, rankende Pflanze mit bläulich-violetten Blüten. Diese ist jedoch nicht in Europa heimisch, sondern benötigt tropisches Klima. Schon sehr früh hat man z.B. in Brasilien die schlaffördernde und beruhigende Wirkung der Passionsblume entdeckt. Seine beruhigenden und angsthemmenden Effekte rühren daher, dass im Nervensystem die Bindung des Botenstoffs 3H-GABA am GABAA-Rezeptor gehemmt wird, dies geht aus einem Studienkreis hervor. Die beste Wirksamkeit lasse sich mit Extrakten aus den Blättern erzielen. Welche Inhaltstoffe dafür verantwortlich sind, ist bislang nicht geklärt. Vermutlich geht die Hauptwirkung auf die bekannten Flavonoide zurück. Passionsblume bekommt man in Drageeform oder als Tee.

Melisse

Die Melisse oder Zitronenmelisse (Melissa officinalis) ist eine uralte Heilpflanze und verfügt über eine lange Anwendungstradition. Sie verfügt über antimikrobielle, krampflösende und beruhigende Effekte. Außerdem wird sie heutzutage bei Schlafstörungen, nervös bedingten Einschlafstörungen, Magen-Darmbeschwerden und Herpes eingesetzt. Melisse fördert aber auch die Gallenproduktion und wirkt appetitanregend. Man bekommt Melisse in sanft wirkender Weise als Tee oder stärker dosiert als Extrakt. Melisse ist sehr gut verträglich und duftet angenehm.

All diese Pflanzenmittel wirken sanft und es hat sich gezeigt, dass Kombinationen daraus ein noch besseres Wirkungsspektrum aufweisen.

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