Die Königin der Alpen – und unserer Schlafzimmer!

Angenehmer Schlaf, das A und O für unsere innere Ruhe, Ausgeglichenheit, für unseren Erfolg und unsere Konzentration. So könnte es noch lange weitergehen. Leider ist das für manche Menschen aber nicht so selbstverständlich! Jeder, der schon einmal unter Ein- und Durchschlafproblemen litt, weis das nur zu gut. Da wünscht man sich ein Hilfsmittel, welches schlaflosen Nächten den Garaus machen kann. Wie wär’s mit einer Königin?

 

Ja, denn tatsächlich wird die Zirbe oftmals als Königin der Alpen oder der Bäume bezeichnet. Ihr eigenes Harz, welches im ganzen Baum verteilt und speziell rund um Äste im Holz sitzt, macht den Baum unter Anderem so unverkennbar. Im Harz befindet sich ein ätherisches Öl, welches den bekannten „Zirbenduft“ ausmacht. Das Holz wird durch diese Zusammensetzung biegsam, weich an der Oberfläche und bekommt darüber hinaus noch eine eigene Imprägnierung. Deshalb und gerade weil die Zirbe wenige Nährstoffe benötigt, ist sie oft in Wäldern in einer Höhe von über 1500 Metern zuhause.

 

Wie bereits erwähnt liegt das besondere Geheimnis der Zirbe im eigenen Harz, das sich durch das ganze Holz zieht. Es wird dadurch geschmeidig und nachgiebig und bleibt dies auch lange. Durch den Imprägnierungseffekt ist das Holz stark gegen Wasser und weist dieses ab. Es kann Witterungen lange überstehen, was auch unsere Vorfahren schon lange wussten. Die Universität Graz konnte bereits beweisen, dass die ätherischen Öle der Zirbe tatsächliche Auswirkungen auf Mensch und Tier haben.

So wird zum Beispiel die Herzfrequenz reduziert, was zu ruhigem und angenehmen Schlaf führt. Obendrein wirkt für die meisten der angenehme Duft der Zirbe schon beruhigend. Eine alte Regel besagt, dass Zirbenholz so lange riecht, wie alt der Baum ist, von dem es stammt. So genießt man zum Beispiel 80 Jahre lang den herrlichen Zirbel-Duft, wenn das Holz von einem 80 Jahre alten Baum stammt. Natürlich muss man hier auch die Nachhaltigkeit der Bäume erwähnen. Statt Rodung gilt: Für jeden gefällten Baum, werden neue gepflanzt. Österreich ist hier bestimmt eines der Länder, das in puncto Nachhaltigkeit besonders weit vorgreift.

 

Früher fand das Zirbenholz Einsatzgebiete, weit über unser Schlafzimmer hinaus. Sogar im Stall wurde es eingesetzt und auf den Boden in Form von Spänen verstreut. Da das Holz antiseptisch (=desinfizierend) ist, bewahrte es Tiere wie Hühner und Schweine vor so manchen Krankheiten. Für warme Speisen eigneten sich Schüsseln aus dem Zirbelholz. In Häusern gab es oftmals einen eigenen Raum, die Zirbenstube. Ausgestattet mit einem Kachelofen und mit Decke, Boden und Möbeln aus Zirbe, galt die Stube als besonderer Ruheraum. Kleiderkästen wurden meist aus dem Holz der Zirbe gefertigt, da Schädlinge wie Motten dieses Holz aufgrund der Inhaltsstoffe nicht mögen.

 

Die Zirbe erlebt momentan ihre eigene kleine Renaissance und wird, wenn auch meist nur im Schlafzimmer, von Vielen wiederentdeckt und als Königin im eigenen Schlafzimmer eingesetzt.