Wie ich zum Morgenmensch wurde (und warum das großartig ist)

  • Autor: Denise Steiner
  • Kategorien: Allgemeines
  • veröffentlicht: 10/10/2017

Während meiner Schullaufbahn hatte ich eigentlich nie Probleme mit dem frühmorgendlichen Aufstehen. Um Punkt halb 6 Uhr morgens hat mein Wecker geklingelt, damit ich mühelos um 07:20 Uhr in der Schule war und es gab kaum einen Tag, an dem es mir besonders schwerfiel.

Bis ich die Schule beendet und mein Studium begonnen habe. Mit der Routine verschwand auch die Leichtigkeit und in gefühlten Sekunden wurde ich zum Antichrist des Frühaufstehens. Und das ist nicht mal eine Übertreibung: Wenn mich weder ein Wecker, noch ein anderer Mensch aus den Tiefen meines Schlummerlands geholt haben, habe ich zu Weilen den ganzen Tag verschlafen. Insbesondere da ich auch mit Vorliebe eine Nachteule bin und es bei einem spannenden Buch oder einer Serie auch schnell mal nach Mitternacht werden kann.

Es dauerte lange, bis ich wieder ohne Qual und Kummer morgens das Bett pünktlich und vor allem mit guter Laune verlassen konnte, aber ich habe geschafft. Und es kommt noch besser: Inzwischen gehöre ich nicht nur zur Kategorie Morgenmensch, sondern könnte darin sozusagen als olympische Disziplin teilnehmen und auch gewinnen. Klingt gut? Ist es auch!

Das Wichtigste gleich zu Beginn: Um ein Morgenmensch zu werden, braucht es Routine. Bestenfalls startet man mit einem persönlichen Ritual in den Tag, welches täglich wiederholt wird: Ich stehe eigentlich jeden Tag um dieselbe Zeit auf – auch am Wochenende und Feiertag. In den ersten 60 Sekunden meines Tages gibt es dann erstmal nur mich und meine Tasse Kaffee. Anschließend wird nebenbei entweder mit dem Hund geschmust oder die wichtigsten Nachrichten des Tages gecheckt. Und das jeden Tag – egal ob Sommer, Herbst oder dunkler Winter. Routine ist übrigens nicht nur morgens, sondern auch abends entscheidend. Hier muss es natürlich nicht immer dieselbe Zeit sein (hallo Nachteule), aber zumindest immer dieselben Schritte wären von Vorteil. Bei mir ist es (nicht immer, aber immer öfter) eine letzte kleine Gassi-Runde an der frischen Luft und anschließend ein paar Seiten meines aktuellen Buchs vor dem Einschlafen.

Fast noch wichtiger als die Routine, aber nicht immer beeinflussbar – guter Schlaf. Die Essenz eines jeden Morgenmenschens, auch wenn etwas Anderes behauptet werden sollte. Es kann wie bereits erwähnt nicht immer in die Hand genommen, aber es können zumindest Vorkehrungen getroffen werden. Am besten: Immer dann zu Bett gehen, wenn man müde ist – außer vielleicht nach der Mittagspause auf der Arbeit. Mindestens 7 Stunden Schlaf einplanen – eventuell sogar mehr. Und Dinge wie Handy, TV oder Laptop aus dem Schlafzimmer verbannen – zumindest die letzten Beiden sollten vor dem Schlafen gehen nichts darin zu suchen haben.

Apropos Schlafzimmer. Auch wenn Geschmäcker hier verschieden sind und es durchaus irgendwo jemanden gibt, der es großartig findet: In einer dunklen Höhle kann man gar nicht gut gelaunt und easy aus dem Bett kommen. Während ich früher schwere Vorhänge und dunkle Möbel in meinem Schlafzimmer hatte und gefühlt nie den Morgen vom Abend unterscheiden konnte, habe ich seit meine neue QUQON Matratze eingezogen ist, nicht nur meine ewig alte Matratze verabschiedet, sondern auch meine Stimmungskillermöbel. Jetzt wache ich zwischen weißen Möbeln auf, auf weichen Federn und von der Sonne geküsst – meistens eigentlich sogar noch vor dem Wecker.

Ich sagte doch, olympische Disziplin.