Headboard selber machen

  • Autor: Maria Ratzinger
  • Kategorien: Allgemeines
  • veröffentlicht: 06/10/2017

Weil wir alle etwas zum Anlehnen brauchen

Der Blickfang eines jeden Schlafzimmers: Das Bett. Und damit es auch so richtig „glänzt“ braucht es ein Betthaupt. Wer in seinem Bett sitzt, braucht die richtige „Unterlage“ bzw. Rückenstütze. Sogenannte Headboards gibt es in den unterschiedlichsten Varianten. Mit Schaumstoff und Stoffüberzug gepolstert oder – wie dieses hier – mit Holz.

Wer den rustikalen Look behalten möchte, kann das Headboard unbehandelt lassen, wer es etwas „leichter“ möchte, streicht die Bretter vor der Verarbeitung mit wasserbasierendem Acryllack.

Dieses DIY eignet sich hervorragend, wenn man von einem anderen Projekt noch andere Latten und Bretter übrig hat. Gerade unterschiedliche Texturen der Bretter (alt und neu) machen das Headboard erst so richtig interessant. Unbehandelte Bretter muss man allerdings vor der Verarbeitung abschleifen. Raue Oberflächen können das Bettzeug beschädigen und sind für die Haut nicht angenehm. Auch wenn man es bei einer rohen Oberfläche belassen möchte, ist auf jeden Fall ein Anstrich mit einem matten Klarlack empfehlenswert, da sonst schnell Flecken entstehen.

Und das braucht man dafür:

2 Holzlatten (Querstangen), in der benötigten Breite für das gesamte Headboard
Bretter, die nebeneinander gelegt, so breit wie das Bett sind
Schrauben
3 Schraubringe (ca. 2,5 cm Durchmesser)
Akkubohrer sowie Bits und Bohrer
Stichsäge
Schleifpapier
Bleistift
flexibles Kurvenlineal aus dem Bürofachhandel oder passende Schablone (siehe DIY)

Für die Wandmontage:

Bohrmaschine
Dübel (passend zum Wandmaterial)
Winkelhaken (lasst euch im Baumarkt beraten welche zum Gewicht eures Headboards am besten passen)
Wasserwaage

so funktioniert's

  1. Schneide die Querlatten auf die richtige Länge, um ihre Sichtbarkeit zu minimieren kann sie zwei Zentimeter kürzer sein. In die obere Querlatten werden zur Aufhängung an die Wand, die Schraubösen eingeschraubt. Am besten einer in der Mitte und von den beiden Enden gemessen im gleichen Abstand zueinander. Vorbohren nicht vergessen! Sonst können die Schraubösen schnell das Holz spalten.
  2. Die Bretter nebeneinander legen und die beiden Querstangen anschrauben. Darauf achten, dass sie im rechten Winkel zueinander angeschraubt werden.
  3. Um dem Headboard noch weitere Stabilität zu geben, verbinde sie noch einmal schräg (siehe Foto). Das verhindert eine Bewegung der Bretter.
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4. Um die Kurven zu zeichnen, habe ich das Top eines Laptopkissen verwendet. Es geht aber auch mit einem flexiblen Kurvenlineal, das man im Bürofachhandel bekommt. Für eine symetrische, geschwungene Linie, wird erst die Mitte des Headboards markiert und eine Linie im rechten Winkel zur Querstange aufgezeichnet. Vom oberen Punkt der Mitte werden (wie bei einem Dreieck) Linien zu den Querstangen gezogen. Diese Hilfslinien bieten die Möglichkeit die Genauigkeit der Kurven zu kontrollieren und jeweils den Abstand genau zu messen, wo die Kurve die Linie schneidet und dadurch auf beiden Seiten die Kurven anzugleichen.
Keine Sorge, wenn es mal daneben geht: Die Rückseite des Boards sieht nach dem Projekt keiner.

5. Wenn die Linie fertig aufgezeichnet ist, kommt die Stichsäge zum Einsatz. Hier ist es wichtig die Einstellung mit dem geringsten Pendelhub zu wählen, um das Holz nicht unnötig auszureißen.

Tipp: Je langsamer geschnitten wird, desto schöner ist das Ergebnis!

6. Abschließend noch mit einem Schleifpapier über die Kanten gehen und eventuelle Scharten, die beim Sägen entstanden sind, abschleifen.

Montage

Die Dübeln im richtigen Abstand setzen und die Winkelhaken einsetzen. Sollte (bspw. bei Altbau) das Mauerwerk sehr bröselig sein, empfiehlt sich den Dübel mit einer Spachtelmasse zusätzlich einzukleben. Anschließend kann das Headboard schon an die Wand gehängt werden und ist einsatzbereit.

Tipp:

Das Headboard unterhalb der Matratze aufhängen. So ergibt es einen schönen Abschluss und wirkt als wäre es Teil des Betts.